Soziale Gerechtigkeit

Mehr Solidarität, Chancengleichheit und soziale Sicherheit

Für starken gesellschaftlichen Zusammenhalt


Seit Jahren wächst in unserem Land die Ungleichheit. Millionen Menschen arbeiten hart, um sich und ihren Familien ein gutes Leben zu ermöglichen. Sie sind es, die unsere Gesellschaft am Laufen halten und einen Großteil der Steuern zahlen. Statt dafür den gebührenden Respekt und soziale Sicherheit zu erhalten, ist ihr Leben in den zurückliegenden Jahrzehnten unsicherer und schwerer geworden. Viele kommen trotz Vollzeitjob mit ihrem Einkommen kaum noch über den Monat. Das Aufstiegsversprechen der sozialen Marktwirtschaft gilt nicht mehr, der persönliche Wohlstand hängt längst wieder vor allem vom sozialen Status der Eltern ab. Die Vermögenskonzentration in Deutschland ist heute so hoch wie vor Beginn des Ersten Weltkriegs, als in Berlin noch der Kaiser regierte. Während Konzerne sogar in Krisenzeiten Rekorddividenden ausschütten, werden die Schlangen an den Tafeln immer länger.


Der persönliche Wohlstand darf keine Frage der sozialen Herkunft, sondern muss das Ergebnis von Fleiß und individueller Anstrengung sein. Jedes Kind hat Anspruch darauf, dass seine Talente entdeckt und gefördert werden.


  • Soziale Sicherheit

    Auch wer jahrelang gearbeitet und in die

    Sozialversicherung eingezahlt hat, wird schon

    nach einem Jahr Arbeitslosigkeit wie ein

    Bittsteller behandelt. Weil Kita-Plätze fehlen

    und unsere Gesellschaft alles andere als

    familienfreundlich ist, leben besonders häufig

    Alleinerziehende und ihre Kinder in Armut,

    die durch die Umbenennung von Hartz IV

    in „Bürgergeld“ nicht erträglicher geworden

    ist. Millionen ältere Menschen können nach

    einem langen Arbeitsleben ihren Ruhestand

    nicht genießen, weil ihre Renten demütigend

    gering ausfallen. Wohnungen, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Arztpraxen und viele andere wichtige gesellschaftliche Einrichtungen

    wurden und werden an Renditejäger

    verscherbelt. Seither steigen die Kosten,

    während die Qualität der Leistungen für die

    Mehrheit der Menschen sinkt.

  • Gerechte Löhne, sichere Arbeitsplätze und gute Arbeitsbedingungen

    Wir wollen den Zerfall des gesellschaftlichen

    Zusammenhalts stoppen und die Politik wiederam Gemeinwohl ausrichten. Unser Ziel ist eine faire Leistungsgesellschaft mit echter

    Chancengleichheit und einem hohen Grad

    an sozialer Sicherheit. Eine hochproduktive

    Wirtschaft braucht qualifizierte und motivierte

    Beschäftigte. Die Voraussetzung dafür sind

    leistungsgerechte Löhne, sichere Arbeitsplätze und gute Arbeitsbedingungen. Das gilt auch für Beschäftigte in den Serviceberufen, die ebenso wichtig für unsere Gesellschaft sind wie gute Ingenieure und Mechatroniker. Um Lohndrückerei zu verhindern, sollte die Tarifbindung wieder gestärkt und die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen erleichtert werden. Wir unterstützen die Beschäftigten, ihre Gewerkschaften und Betriebs- bzw. Personalräte in ihrem Einsatz für Arbeitnehmerrechte und gute Arbeit.

  • Für einen starken Sozialstaat

    Zugleich braucht unser Land einen

    zuverlässigen Sozialstaat, der Zukunftsängste

    abbaut und vor einem sozialen Absturz im Falle von Krankheit, Arbeitslosigkeit und im Alter schützt. Die Privatisierung und Kommerzialisierung existentieller Dienstleistungen, etwa im Bereich Gesundheit, Pflege oder Wohnen, muss gestoppt werden, gemeinnützige Anbieter sollten in diesen Branchen Vorrang haben. Notwendig ist ein gerechtes Steuersystem, das Geringverdiener entlastet und verhindert, dass große Konzerne und sehr reiche Privatpersonen sich ihrem angemessenen Anteil an der Finanzierung des Gemeinwesens entziehen können.